Ich bekomme Lust auf konventionellen Sex und Orgasmus und tue mich schwer im SlowSex Modus zu bleiben

Ich bekomme Lust auf konventionellen Sex und Orgasmus und tue mich schwer im SlowSex Modus zu bleiben

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2 Kommentare

  • Chillischoko Veröffentlicht 1. Februar 2018 23:18

    Noch ein Gedanke zur Verknüpfung von Orgasmus und Sucht: die Tatsache, dass Orgasmen Suchtpotential haben, durch bestimmte chemische Reaktionen, die sie im Gehirn auslösen, heißt ja noch nicht, dass sich das bei jedem Menschen so auswirkt. Sehr viel Dinge in unserem Leben haben Suchtpotential – Essen, Alkohol, Einkaufen, Videospiele, Zigaretten – und trotzdem wirken sie sich bei jedem Menschen anders aus. Die meisten Menschen trinken gelegentlich Alkohol, und nur bei wenigen wird Alkoholsucht zum Problem. Ich finde das immer ein wenig heikel, von Studien, die oft sogar an Ratten durchgeführt werden, sofort auf die Mehrheit der Menschen zu schließen. Wahrscheinlich können auch die meisten Menschen gelegentlich Pornos schauen und es wird nicht zur Sucht für sie, weil sie für diese Sucht nicht anfällig sind. Warum man für bestimmte Süchte anfällig ist und für andere nicht wäre noch eine interessante Fragestellung, die aber den Kontext hier sprengt.

  • Chillischoko Veröffentlicht 1. Februar 2018 21:35

    Frau Chillischoko: Vielen Dank, Ihr Lieben, dass Ihr immer so authentisch und warmherzig, so ganz persönlich und intim über Eure eigenen Gefühle und Erfahrungen berichtet. Das berührt eine Sehnsucht in mir, das auch mit meinem Partner zu erleben. Gleichzeitig finde ich es wunderbar, was für tiefes und differenziertes Wissen Ihr zu so vielen Details des Liebemachens schon gesammelt habt und dass Ihr es hier weitergebt. Eine echte Liebesschule! Danke!

    Das Thema mit dem „Suchtpotential“ des Orgasmus habe ich nun schon bei verschiedenen Quellen gelesen. Ja, da kann schon was dran sein, aber was mir nicht einleuchtet ist folgendes: Wenn ich einmal pro Woche mit meinem Partner Sex habe und zum Orgasmus komme, würde ich das nicht als übermäßig getrieben oder gierig empfinden, sondern eher als normales Maß. Nach dieser Annahme, dass die Hormone bis zu zwei Wochen brauchen, um wieder auf den „Normalpegel“ zu kommen, wäre ich ja schon seit Jahren nicht mehr auf „0“ gewesen. Andererseits gibt es ja auch Menschen – vor allem Frauen – die so gut wie nie einen Orgasmus haben, und die sollen dann ausgeglichener und stabiler sein als andere, die regelmäßige Orgasmen erleben? Bisher hätte ich eher das umgekehrte angenommen… Ich empfinde einen gemeinsamen Orgasmus als sehr verbindend und ein wunderbar intensives gemeinsames Erlebnis. Diese „Kater-Stimmung“ kenne ich von sehr viel früher und jetzt schon seit vielen Jahren nicht mehr, daher nehme ich an, dass es auch sehr stark auf den Weg zum Orgasmus ankommt (und vielleicht wieviel Oxytocin dabei ausgeschüttet wird) und sich nicht jeder Orgasmus gleich auf das System auswirkt. Ich werde mir das Buch wohl doch auch bestellen, weil es für mich da noch einige Ungereimtheiten gibt.

    Bis jetzt sind wir noch nicht bis zu den Slow Sex Liebesnächten gekommen, und ich bin sehr neugierig, wie sich das auf unser Allgemeinbefinden, auf unsere Beziehung und auf unser Liebesleben auswirken wird! Vielleicht nimmt mir das dann auch meine Skepsis in Bezug auf „Orgasmus-Verzicht“. Danke auch für Eure Hinweise zum genauen Hinschauen auf eventuelle Hintergründe. Alles Liebe für Euch!

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